Afrika: Stand der Dinge bei den Löwen

Sollte man sich gut anschauen, so einen Löwen
Sollte man sich gut anschauen, so einen Löwen
Der Beiname vom "König der Tiere" ist vielleicht schon etwas zu häufig strapaziert worden. Doch es bleibt ja zutreffen. Die Erscheinung eines Löwen ist einfach majestätisch zu nennen. Was ihn nicht davor schützt, immer bedrohter in seiner Existenz zu werden. Denn der Lebensraum des so stolz anmutenden Tieres schrumpft immer weiter. Wer würde es schon glauben, dass zu Jesu' Zeiten der Löwe sogar in Griechenland und Bulgarien vorkam? Seitdem der Mensch den Löwen aber als Trophäe begreift und wirksame Waffen gefunden hat, sich gegen Übergriffe auf seine Herden zu wehren, wird der Löwe immer weiter zurückgedrängt. Geht diese Entwicklung so weiter, ist er in überschaubarer Zukunft komplett ausgestorben. Was ein herber Verlust für diesen Planeten wäre — und nicht zuletzt für all jene Regionen Afrikas, welche sich im Tourismus gut eingerichtet haben und (u. a.) durch der Existenz des Löwen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Heute sind es nur noch rund 30.000 Exemplare, die sich auf dem ganzen Kontinent frei bewegen. Die besten Überlebenschancen hat der Löwe in jenen Gebieten, welche ohnehin schon als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. In allen anderen Orten des Vorkommens ist sein Bestand teils so niedrig, dass er dort sehr bald komplett verschwunden sein könnte. Nicht zuletzt weil die Zahl der Menschen in den Gebieten, die einst eindeutig dem Löwen gehörten, ständig wächst, muss der Löwe weichen. Dort, wo der Mensch Viehzucht und Ackerbau betreibt und diese Investitionen vor ihm schützt, hat der Löwe normalerweise keine Überlebenschance. Am meisten Löwen leben zur Zeit noch in Tansania und wer weiß, vielleicht wird dieses Land eines Tages das letzte Refugium des "Königs der Tiere" sein. Creative Commons License photo credit: Tambako the Jaguar
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