Afrika: Zahl der Löwen sinkt weiter

Löwen in freier Wildbahn sind stark bedroht
Löwen in freier Wildbahn sind stark bedroht
Vielleicht ist es nicht sinnvoll, die Zahl der Löwen von vor 50 Jahren mit dem aktuellen Bestand in Afrika zu vergleichen, weil sich möglicherweise auch Lebensbedingungen der Löwen verändert haben mögen, welche nicht auf das Handeln des Menschen zurückzuführen sind. Wahrscheinlich ist es aber nicht, dass dem so ist. Noch vor 50 Jahre lebten 100.000 Löwen wild auf dem gesamten Schwarzen Kontinent. Heute sind es nur noch 32.000, also ziemlich genau auf ein Drittel ist der Bestand in diesen wenigen Dekaden gefallen. Zwar geht es nur um die Zahl der wild lebenden Löwen — in der Obhut des Menschen lebende Löwen sind hier also nicht erfasst, und in diesem Bereich geschieht recht viel — doch ist das zunehmende Aussterben der Löwenpopulation bei diesen Kennzahlen dramatisch zu nennen. Fraglich auch, ob die Schutzmaßnahmen des Menschen rechtzeitig greifen werden, um den Fortbestand der wild in Afrika lebenden Löwen zu erhalten. Der Druck auf die noch existierenden Exemplare sei weiterhin enorm hoch, obwohl die Konkurrenz unter den Löwen abgenommen habe. Wilderer spielten dabei aber nicht allein eine Rolle, allgemeine, allzu oft durch den Menschen herbeigeführte Veränderungen durch Besiedlung, Straßenbau und die Verwendung von intensiven landwirtschaftlichen Maßnahmen seien dafür mitverantwortlich. Heraus kommt ein Mix an Beeinträchtigungen, gegen den die Löwen meist nicht gefeit seien. In der Obhut des Menschen so viele Exemplare zu züchten, dass der Verlust der Löwinnen und Löwen in der Natur ausgeglichen werden könne, sei kaum möglich. Immerhin gibt es ein äußerst gestiegenes Bewusstsein dafür, dass sich die Situation der Löwen dramatisch verschlechtert hat — und dass ihre Existenz einer der Garanten dafür ist, dass die Länder in Afrika als Reiseziel attraktiv bleiben. Offenbar ist das aber zur Zeit der einzige Lichtblick bei der Enwticklung der Löwenbevölkerung in Afrika. Creative Commons License photo credit: Yoni Lerner
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