Angola: Die größte Ölplattform der Welt

Ein ganz, ganz, ganz kleiner Bruder der Plattform in Angola
Ein ganz, ganz, ganz kleiner Bruder der Plattform in Angola
Sie ist die größte ihrer Art und sie ist auf ihre Weise wahrlich faszinierend. Vor Angola liegt sie im Atlantik, die größte schwimmende Ölplattform der Welt, die noch dazu mehr kann als nur Öl fördern. 120.000 Tonnen ist das Ungeheuer aus Stahl schwer, was man sich so vorstellen darf wie das Gewicht von 300 Jumbo Jets. Eingeweiht wurde dieses Monstrum der Firma Total Ende 2011, die Baukosten beliefen sich auf knapp 9 (!) Milliarden Euro. Dafür ist sie aber auch auf dem allerneuesten Stand der Technik. Diese benutzen während ihrer Arbeit etwa 180 Menschen, die die Anlage kontrollieren. Ihren Namen "Plazflor" muss man sich wohl nicht merken, wohl aber ihren Standort. Dass die größte Ölbohrplattform der Welt vor Angola liegt und nicht etwa im Golf von Mexiko oder in der Nordsee hat seinen Grund: Rund um Afrika ist die Ölförderung noch am wenigsten ausgereift, hier sind also die größten Vorkommen noch zu erschließen. Bei einer Länge von über 300 Metern besitzt sie die Möglichkeit, nicht weniger als 49 verschiedene Bohrlöcher gleichzeitig zu bedienen und so Öl im Wert von knapp 25 Millionen Dollar pro Tag zu fördern. Die Indienststellung von Plazflor ist allerdings nur ein erster Schritt auf dem Weg von Total, weitere Ölfelder in den Gewässern vor Afrika zu erschließen. Weitere Riesen-Plattformen sollen folgen. Angesichts des hohen Ölpreises ist dies zur Zeit auch wirtschaftlich machbar. Und was machbar ist, wird gemacht. Angola selbst freut sich ebenfalls darüber, dass Plazflor extrem wirtschaftlich betrieben werden kann: Je früher die Baukosten amortisiert sind, desto eher partizipert das Land selbst an den hier erzielten Gewinnen. Creative Commons License photo credit: ST33VO
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