Blumenpracht aus Kenia

Schnittblumen
Schnittblumen
Nicht nur zum bald wieder anstehenden Karneval werden in Deutschland gerne Blumen gekauft. Rosenmontag, Nelkensamstag, Veilchendienstag, Tulpensonntag, allein die Namen sprechen schon Bände. Auch über den Rest des Jahres verteilt greift man gerne zum einfachen und dennoch schönen Geschenk aus dem Blumenladen. Und welches Land verbindet man gemeinhin mit Tulpen, mit dem Anbau von Zierpflanzen generell? Natürlich Holland Kenia. Wovon die wenigsten wissen, ist die enorme Menge an Schnittblumen, die aus Kenia nach Europa exportiert werden. Seit 1995 hat sich dieser Wert allerdings auch enorm erhöht, um genau zu sein hat er sich seitdem verdreifacht. Das bedeutet, dass alleine in Deutschland etwa 500 Millionen Stück pro Jahr an Schnittblumen aus Kenia kommen. Wirtschaftlich mag das eine gute Sache für Kenia und die dortigen Schnittblumen-Anbauer sein, doch Experten warnen davor, dass für die Produktion dieses Wirtschaftsgut viel zu viel Wasser verbraucht werde, das an anderer Stelle fehlt. Zudem werde es nach der Verwendung nur unzureichend geklärt, so dass die Nachteile bei den derzeitigen Zuständen die Vorteile für Kenia überwiegen. Schnittblumenproduktion wird zum Problem für die Süßwasservorräte Die meisten Schnittblumen aus Kenia stammen aus einer bestimmten Region im Lande, und zwar aus Naivasha. Dort jedoch sei der Süßwasserspiegel stets großen Schwankungen unterworfen, auch ohne die Nutzung für die Schnittblumenproduktion schon. Da diese nun ständig wächst, droht das Süßwasser aus dem Boden irgendwann zu versiegen. Das hätte katastrophale Folgen für die auch ansonsten fast nur auf Agrarproduktion ausgerichtete Wirtschaft Kenias. Der Naivasha-See könnte austrocknen, mit schlimmen Folgen für das Umland. Insbesondere zum Valentinstag, aber natürlich auch im normalen Verlauf eines Jahres, führt die Bundesrepublik enorme Mengen an Schnittblumen ein. Der Löwenanteil stammt dabei, wie oben angedeutet, immer noch aus Holland, doch kommen viele weitere Importe aus Afrika und Lateinamerika. Selbstverständlich bedeutet das für die Lieferanten-Länder sehr willkommene Deviseneinnahmen. Insbesondere Kenia und Sambia tun sich in Afrika dabei hervor. Bei den aus Holland importierten Schnittblumen hingegen handelt es sich vielfach nicht um im Land selbst produzierte Ware, sondern ebenfalls aus anderen Ländern importierte Schnittblumen. Unsere Kenia Reisen: 4 Tage Kenia Safari Creative Commons License photo credit: Deanster1983
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