Das Interview -Eine Begegnung mit Gorillas

Eine Begegnung mit einem Gorilla
Eine Begegnung mit einem Gorilla
Schon immer haben Gorillas die Menschen fasziniert. Noch heute kann man sie in freier Wildbahn beobachten. Die letzten Berg-Gorillas leben im Grenzgebiet zwischen Ruanda und Uganda. Wer die Tiere beobachten will, der hat meist eine Tortur hinter sich. Die Pisten sind kaum befahrbar und nur selten verirren sich Menschen in die verlassene Gegend. Jürgen hat die Gorillas im letzen Jahr besucht und ist bereit uns von seinen Reiseerlebnissen zu erzählen. Was hat Dich dazu bewogen solch eine Reise zu machen? Schon als Kind hat mich der afrikanische Kontinent fasziniert. Ich lebe in Namibia und bin schon sehr weit rumgekommen in Afrika. Mit fast allen Tieren habe ich Bekanntschaft gemacht, aber die Gorillas fehlten noch in meiner Sammlung. Ein Freund erzählte mir von einem Gorilla-Track und da stand fest, dass ich solch ein Abenteuer erleben wollte. Kannst Du uns etwas über den Reiseverlauf erzählen? Ich bin zunächst bis Entebbe geflogen. Von dort sind wir mit einem Allrad-Fahrzeug durch die Kigeziberge bis zum Bunyonyi-See gefahren.  Hier haben wir in Hauszelten übernachtet und sind am nächsten Morgen, mit einem Boot auf die andere Seeseite gefahren. Damit hatten wir schon fast den Volcanoes Nationalpark, das Ziel unserer Reise erreicht. Die Rückfahrt führte noch über den Queen Elizabeth Nationalpark und war bei weitem nicht mehr so spannend. Wie war die Begegnung mit den Gorillas? Am Abend vorher haben wir in einem einfachen Hotel übernachtet. Schon früh am Morgen wurden wir von zwei erfahrenen Wildhütern abgeholt und dann ging es zunächst einige Kilometer durch den Busch. Wie weit es tatsächlich war, kann ich nicht wirklich sagen, denn ich war beeindruckt von der Tier- und Pflanzenwelt und bin einfach weiter marschiert. Der Weg war zum Teil sehr beschwerlich, aber was wir dann geboten bekamen war einmalig. Die Geräusche schalten über den Berg-Regenwald und dann entdeckten wir leibhaftig den ersten Gorilla. Es war wohl ein junges Tier, denn er wirkte verhältnismäßig klein. Ein Farnblatt hatte es ihm angetan. Er drehte und betrachtete es prüfend. Dann entdeckten wir noch mehr Gorillas. Es war eine ganze Familie. Nie zuvor hatte ich so etwas erlebt. Über eine Stunde fotografierte ich was die Kamera-Ausrüstung hergab. Später habe ich einfach nur noch hingestarrt und das Flair des Busches und das Zusammenkommen mit den letzten Menschenaffen genossen. Hast Du ein paar Tipps für die Reise? Wer die Reise machen will, der sollte über Afrika-Erfahrung verfügen. Das Gebiet liegt wirklich jenseits jeder Zivilisation und man sollte körperlich und gesundheitlich fit sein. Vernünftige Wanderschuhe und eine gute Tracking-Ausrüstung sollte zum Gepäck gehören. Für die Tour ist ein „Gorilla Tracking Permit“ erforderlich. Es kostet um die 500 US-Dollar und die Guides kümmern sich in der Regel darum. Quellenangaben zum Foto: www.pixelio.de (c) julina (Carina Tietz)
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