Niederländische Kolonien in Afrika

Wo die Holländer überall herrschten
Wo die Holländer überall herrschten
Das Thema der Kolonialzeit in Afrika wirft fast immer sofort Assoziationen zu Großbritannien und vor allem Frankreich auf. Vielleicht auch Italien und Portugal, die ebenfalls größere Gebiete des afrikanischen Kontinents als ihre Kolonien ausbeuteten. Weniger bekannt ist, dass auch die Niederlande intensiv beteiligt waren am Abschöpfen der Ressourcen in Afrika. Der Grund für die geringe Bekanntheit liegt darin, dass die niederländische Kolonien zu jenen Zeiten, die man oft betrachtet, wenn es um Kolonien geht, nicht mehr in Afrika aktiv waren, weil sie ihre Gebiete an andere europäische Staaten verloren hatten. Umfangreich ist die Geschichte der niederländischen Kolonialisierung in Afrika dennoch, wie die komplette Liste bei Wikipedia eindrucksvoll demonstriert. Außer in Nord- und Ostafrika hatten die Niederlande nämlich in allen großen Regionen Afrikas Besitztümer: in Westafrika, im südlichen Afrika und in Zentralafrika. So war zum Beispiel Angola von 1641 bis 1648 unter niederländischer Herrschaft, Mauritius war über 100 Jahre lang in niederländischer Herrschaft. Viele Städte, Forts und Ortschaften in Ghana wurden einst von den Niederländern besessen, auch in Togo, Benin und im Senegal wirkten die Niederländer. Mosambik war eine Zeit lang komplett niederländisch und so erstreckt sich die Aufzählung über fast alle relevanten Teile des afrikanischen Kontinents. Die niederländischen Einflüsse auf Südafrika hingegen, nicht nur das "Afrikaans" als Sprache", dürften wesentlich bekannter sein. Immerhin bis 1806 hatten die Niederländer hier Einfluss, danach war die Region unter britischer Herrschaft. Interessant auch, wo sonst noch auf der Welt das aus heutiger Sicht kleine Land Niederlande überall Besitztümer hatte, nicht nur in Afrika. Die Karte, ebenfalls bei Wikipedia, zeigt es: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c2/DutchEmpire.png Creative Commons License photo credit: npmeijer
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