Algerien

ACTIVE – Wanderreise durch die Wüste Algeriens

Natur- und Erlebnisreise

Trekkingreise durch drei unterschiedliche Saharagebiete um Djanet

15 Tage  ab 2.655,00€

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Algerien

ACTIVE – Wanderreise durch die Wüste Algeriens

Natur- und Erlebnisreise
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Kultur
Gruppenreise
15 Tage
Flug inklusive
Camping

Tag 1: Anreise

Mittags Linienflug mit Air Algerie von Frankfurt nach Algier und weiter zur Oase Djanet, dem Hauptort des berühmten Tassili N´Ajjer-Nationalparks. (In Algier örtliche Betreuung durch einen Vertreter unserer Agentur.) Wir landen auf 1.000 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier in Djanet. Vom Flughafen fahren wir direkt hinaus in die Wüste; dort warten die aufgebauten Zelte schon auf uns.
Übernachtung im Zelt

Tag 2: Fahrt ins Tassili n´Ajjer zur Oase Iherir

Nach unserem ersten Frühstück in der Wüste fahren wir wenige Kilometer bis zur kleinen Palmenoase Djanet. Dort haben wir zum letzten Mal die Möglichkeit, einen Chèche (das für die Wüste so praktische, große Kopftuch) zu besorgen. Anschließend erledigen wir die nötigen Formalitäten bei der Nationalparkbehörde und verlassen dann die Stadt Richtung Norden, hinein in das Tassili n´Ajjer. Dort erreichen wir das Touareg-Dorf und Oase Iherir. Wir übernachten 2 Nächte im Campement in Zeriba-Hütten (oder je nach Belegung ggf. in Zelten). Wir genießen zum ersten Mal eine von unserem Koch zubereitete, leckere Mahlzeit und anschließend die Teezeremonie im Kreise unserer Begleitmannschaft.
Fahrzeit: ca. 6 Std.
Fahrstrecke von: ca. 270 km
Zeriba-Hütte (keine Einzelbelegung) oder Zelt (F, M, A)

Tag 3: Tageswanderung zu den Gueltas von Idaran

Mit einem örtlichen Führer wandern wir nach einem kurzen Transfer zu den Gueltas von Idaran, einer wunderschönen Landschaft mit Schilfgebieten und Felsformationen. Eine Guelta ist eine Art permanenter Wassertopf, eine Rarität in der Wüste. Meist bestehen Gueltas aus einem in den Fels geschliffenen natürlichen Wasserbecken, das im Schutze einer Schlucht oder schattigen Felswand liegt. Hier aber folgen wir heute einem ganzen System von im Fels ausgeschliffenen Wasser-Korridoren. Die fotogene Oasen- und Schluchtenlandschaft beschert uns einen einzigartigen Wandertag. Ein nur noch zu Erntezeiten von Nomaden genutztes Zeriba-Dorf gibt uns einen Eindruck von dem regen Leben, das hier an einem der ehemaligen Karawanen-Knotenpunkte einmal geherrscht hat. Wir kehren am Nachmittag zurück zu unserem Camp in Iherir.
100 Hm
Gehzeit: ca. 5–6 Std.
Fahrzeit: ca. 0.5 Std.
Fahrstrecke von: ca. 15 km
Zeriba-Hütte oder Zelt (F, M, A)

Tag 4: Iherir

Nach dem Frühstück wandern wir zu den Felsmalereien von Aghram, einem weiteren Seitenarm der Oase Iherir. In der Wüste finden wir die Ruine des Amenokal, des Fürsten von Iherir, der den Karawanenhandel hier überwachte. Die Erde ist kräftig gelb und wir entdecken im Boden Stellen mit echtem Ocker. Über das Touareg-Dorf Iherir kehren wir zum Camp zurück, wo unser Koch bereits mit dem Mittagessen auf uns wartet. Danach fahren wir zu den Gravuren von Dider/Tinterghert. Die großen und sehr ausdrucksstark in die Bodenplatten aus Fels gemeisselten Gravuren zählen zu den berühmtesten Gravuren der Sahara. Neben zahlreichen Gravuren von Giraffe, Hasen etc. sind vor allem die ´Schlafende Gazelle´ und ´Lockige Kuh´ hervorzuheben. Letztere misst etwa drei Meter!
Wir fahren mit den Geländewagen Richtung Erg Essendilène, wo wir unser Camp inmitten von hohen Dünen aufbauen werden.
Gehzeit: ca. 2.5–3 Std.
Fahrzeit: ca. 4 Std.
Fahrstrecke von: ca. 140 km
Hütte oder Zelt (F, M, A)

Tag 5: Westlciher Tassili n'Ajjer

Wir erkunden die Schlucht von Essendilène bei einer kleinen Wanderung. Dort finden wir mitten in der Sahara eine kleine Welt für sich: üppiger Oleander, Tamarisken zwischen steil aufragenden Felswänden und eine Guelta, die je nach Lichteinfall flaschengrün leuchtet.
Nach einem kurzen Transfer halten wir bei einem einem ganz besonderen pre-islamischen Grab, einem so genannten Schlüsselloch-Grab. Solche Gräber sind immer einer bedeutenden Person gewidmet.
Wir starten unser Trekking beim Felsbogen von Tokobaouine durch das vielfältige Tassili Gebiet. Unterwegs übernachten wir immer an schönen Lagerplätzen in der Wildnis. Während wir tagsüber auf direkten Seitenwegen und über Plateaus und Schluchten des Tassili n´Ajjers wandern, wird unser Begleitfahrzeug auf Umwegen außen rumfahren um uns am nächsten Lagerplatz wieder mit Gepäck, Ausrüstung, Wasser usw. zu versorgen. Eine Tassili-Landschaft ist immer geprägt von einem Wechsel aus schroff erodierten Felsenschluchten oder frei stehenden Felsskulpturen aus Sandstein und Dünen. Wir erreichen nach einem Aufstieg unseren Lagerplatz.
Gehzeit: ca. 4–5 Std.
Fahrzeit: ca. 4 Std.
Fahrstrecke von: ca. 80 km
Zelt (F, M, A)

Tag 6: Schluchten und Berge des Tassili n´Ajjer

Steile Felswände begleiten uns heute auf der Durchquerung des Tassili Massives. Der Tag der Täler führt uns hinein bis zu einer versteckten Guelta. Von vorne ist nur ein Talabschluss zu sehen, aber über einen unauffälligen Durchgang erreichen wir das innere des Plateaus. Selbst in trockenen Jahren findet man hier ein tiefes Wasserbecken, weil es fast immer im Schatten geschützt liegt. Wie viel Wasser hier seine Kräfte walten lässt, können wir heute nur erahnen, denn die obere Stufe der Guelta erleben wir wahrscheinlich nur als trockenes Felsbecken.
Nachmittags wandern wir durch offene Wüstenebenen und zu einem großen offenen Abri mit Felsmalereien, die teils mehrfarbig abgebildet sind. Zwischen wuchtigen Bergen werden wir die Nacht verbringen.
Gehzeit: ca. 5–5.5 Std.
Zelt (F, M, A)

Tag 7: Bergpässe und Dünen

Morgens wandern wir in eine Arena aus hintereinander liegenden Bergen, morgens ein einziges Schattenspiel. Zwischen den scheinbar undurchdringlichen Bergen gibt es wenige Übergänge, deren Pässe aber nur die ehemaligen Nomaden wie unser Führer kennen. Während der Mittagspause genießen wir wie jeden Tag die Salat-Vielfalt. Unser Koch versorgt uns selbst in der Wüste täglich mit frischer Kost.
Nachmittags wandern wir entlang Dünen und haben einen weiten Blick in das Tassili n´Ajjer mit seinen Bergketten. Felsberge, Kuppen und großartige Landschaft umgeben uns auch am Platz, wo wir heute zelten. Ein schöner Ort - wer mag kann unter freien Sternenhimmel übernachten.
Gehzeit: ca. 5–6 Std.
Zelt (F, M, A)

Tag 8: Von mächtigen Felsskulpturen zur Höhle der Legenden

Weit ist die Wüstenlandschaft heute und von wunderlichen Felsskulpturen durchzogen. Manche gleichen Urnen, manche einem Teekännchen. Aus der Wüste ragen Felsnadeln auf und mehrmals finden wir Höhlen mit Felsmalereien. Schöne Dünen liegen unterwegs und schließlich gelangen wir zu einer Höhle mit angeschlossenem Felsbogen.
Touareg haben eine eigene Schrift, die schwer lesbar ist, da sie in verschiedene Richtungen geschrieben werden kann, das Tifinagh. Unterwegs werden wir heute einen Fels mit Tifinagh-Zeichen erkunden.
Gehzeit: ca. 6–7 Std.
Zelt (F, M, A)

Tag 9: Durch Wüstenebenen hinauf nach Timghas - Rundumblick!

Wir wachen an einem wunderbaren Lagerplatz auf. In der Trekking-Küche dampft der Kaffee, wir treffen uns zum Frühstück. Dann beginnen wir unsere Wanderung. Heute sehen wir mehrmals prehistorische Felsmalereien, die Szenen aus dem damaligen Alltagsleben zeigen. Was haben die Menschen vor Tausenden von Jahren getragen? Wie und wer in der Jungsteinzeit gelebt hat, können selbst Wissenschaftler nur anhand solcher Felsmalereien erahnen. Die Sahara ist wie ein Bilderbuch, das vor allem Wanderern offen steht.
Ein letzter Anstieg führt uns zu einer Anhöhe, wo wir uns für die Nacht einrichten. Rundum liegt uns die Wüste zu Füßen. Zeit für einen Tee, Zeit zum Schauen. Es sind diese besonderen Abendstimmungen, die den Tag intensiv beschließen.
Gehzeit: ca. 5–6 Std.
Zelt (F, M, A)

Tag 10: Felsgravuren und Abschied vom Plateau

Unsere letzte Trekkingetappe führt durch den Westrand des Tassili n´Ajjer Plateaus. Die Landschaft wird offener, Sand überwiegt. Die einzelnen Felstürme stehen fotogen in der offenen Ebene. Wir kommen eventuell an einem Kilometerstein vorbei mit der Aufschrift 2091. Wie weit wir von der Hauptstadt Algier weg sind, wird uns hier in der abgeschiedenen Sahara erst bewusst...2091 km! Die Entfernung zwischen Algier und unserem Wandergebiet ist weiter als von Algier nach Deutschland.
Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns von unserem Nomaden-Führer, einem echten Kenner seiner Heimat.
Wir stehen vor einem kleinen Bergmassiv, das eindrucksvoll aus der Wüste ragt. Bestimmt war es bereits für die Bewohner ein besonderer Platz und wurde auch deshalb als magischen Ort für großflächige Felsgravuren ausgewählt. Weint die Kuh weil die Sahara unfruchtbar wurde? "La Vache qui pleure", die so genannte "Weinende Kuh" ist mit Sicherheit eine der beeindruckendsten Felsgravuren. Zeugt sie doch so ausdrucksstark von der außerordentlichen Begabung eines steinzeitlichen Künstlers.
Unweit davon errichten wir unser Camp bei silber und bläulich glänzende Granitkugeln.
Gehzeit: ca. 3–4 Std.
Fahrzeit: ca. 3 Std.
Fahrstrecke von: ca. 70 km
Zelt (F, M, A)

Tag 11: Tadrart

Ortswechsel! Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden in das Tadrart, der dritten Reiseregion unserer Tour. Unser Ziel im Tadrart ist ein labyrinthartiges, in sich abgeschlossenes Gebiet, das zu den schönsten Regionen der Zentralsahara gehört. In verwinkelten Tälern und Sandebenen ragen außergewöhnliche Felsbögen und Felsenschlösser aus dem Wüstenboden heraus. In Felsnischen verbirgt sich ein unendlich groß scheinendes Freilichtmuseum voller Felsmalereien und Gravuren die bis zu 10.000 Jahre alt sind.
Wir stehen vor Timzguida, oder auch Kathedrale genannt. Wie ein großes Monument mit gigantischen Fenstern scheint der Doppel-Felsbogen. Dann folgt unser Lagerplatz, mitten in einem großen und farbintensiven Dünenmassiv. Moul n´Aga besteht aus sehr hohen Dünen, aus deren tiefem Sand zuckerhutartige Felsnadeln sprießen. Zum Sonnenuntergang steigen wir auf die bis zu 200 m hohen Sandgiganten!
Gehzeit: ca. 1.5–2 Std.
Fahrzeit: ca. 5 Std.
Fahrstrecke von: ca. 170 km
Zelt mitten in den Dünen (F, M, A)

Tag 12: Dünenwanderung

Morgens nehmen wir uns Zeit für eine ausgiebige Wanderung entlang dem Dünenmassiv zu Felsmalereien und Gravuren. Die eines Rindes ist außergewöhnlich, denn es ist mit einem Halsband abgebildet, ein Hinweis auf die beginnende Domestizierung der Rinder vor Tausenden von Jahren. Zeugen der einst sehr fruchtbaren Sahara sind die vielen Elefanten und Giraffen, die riesig auf einer stehenden Felspyramide graviert sind. Alle Felsbilder sind zwischen 5.000 und 10.000 Jahre alt.
Der größte Künstler ist aber die Natur selbst. Unsere Fahrer entdecken immer wieder neue Flecken im Tadrart. Einer Fata Morgana gleich scheint eine salzige Tonebene, die uns beim Durchfahren wie ein riesiger See mit Inseln vorkommt. Umgeben von mehreren Dünen-Massiven ist dies einer der schönsten Plätze zum Übernachten. Wüste von seiner faszinierendsten Seite!
Gehzeit: ca. 3–3.5 Std.
Zelt mitten in den Dünen (F, M, A)

Tag 13: Wanderungen im Tadrart

Wir wandern entlang dem Dünenrücken des Egedi und sehen in die tiefsten Winkel des Tadrart hinein. Dünenmassiv reiht sich an Dünenmassiv! Pyramidenförmig, wellenförmig, sichelförmig, jedes Massiv hat seinen eigenen Charakter.
Nach der Wanderung besichtigen wir eine gravierte Bodenplatte mit Abdrücken von verschiedenen Tierspuren und einer Darstellung von einem Löwen.
Freistehend ist einer der größten Felsbögen, In Tehak. In einem Seitental des Wadi in Djeran, gehen wir durch einen sehr schmalen Durchgang in den Slot Canyon, der einem Nadelöhr gleicht und aus teilweise rosa-farbenen Felswänden besteht. Unweit davon werden unsere Begleiter uns eine Gravur zeigen mit mehreren sehr großen Giraffen, gegen die wir als Betrachter klein wirken.
Wir verlassen das Tadrart am Nachmittag und suchen uns bei den "Dunes Noires" einen schönen Übernachtungsplatz. Diese Dünen haben eine Besonderheit, da sie an einzelnen Stellen von schwarzem Graphit-Sand überzogen sind, was dem Ganzen eine besondere Struktur verleiht. Ein Aufstieg vom Lagerplatz auf das oben gelegene Plateau lohnt, da es interessante Ausblicke bietet, vor allem zum Sonnenuntergang.
Gehzeit: ca. 2–2.5 Std.
Fahrzeit: ca. 5 Std.
Fahrstrecke von: ca. 120 km
Zelt (F, M, A)

Tag 14: Abschied und Rückreise

Nach einem letzten kleinen Morgenspaziergang kehren wir auf direktem Weg zurück nach Djanet. Hier haben wir Gelegenheit zu duschen und etwas durch den Bazar der Oasenstadt zu bummeln. Es gibt ein paar nette kleine Handwerksbetriebe, wo Touareg-Schmuck aus Silber und anderes Kunsthandwerk zu finden sind. An einem Platz in der Wüste werden unsere Begleiter unser Abschiedsessen vorbereiten und wir verbringen die letzten Stunden bis zum Abflug unter dem Sternenhimmel der Sahara. Nachts Flug von Djanet nach Algier. Morgens Ankunft und Weiterflug Algier - Frankfurt.
Gehzeit: ca. 0–1 Std.
Fahrzeit: ca. 5 Std.
Fahrstrecke von: ca. 170 km
(F, M, A)

Tag 15: Ankunft in Deutschland

Gegen Mittag landen wir in Frankfurt.
Von
Bis
Hinweise
Preis
07.03.2021
21.03.2021
2655€
17.10.2021
31.10.2021
2655€
07.11.2021
21.11.2021
2655€
26.12.2021
09.01.2022
2885€

Unsere Leistungen

  • Reiseleitung ab/bis Deutschland
  • Flug mit Air Algerie ab/bis Frankfurt via Algier via Tamanrasset nach Djanet
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Rail&Fly-Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze
  • Vollpension
  • Übernachtung 13 x im Zelt
  • Camping- und Kochausrüstung inkl. Zelt und Schaumstoffmatten
  • Satellitentelefon
  • Reisekrankenschutz inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten und Krankenrücktransport sowie 24 Std. Notrufservice

Wunschleistungen

  • Einzelzeltzuschlag 120,00 €
  • Visumgebühr für Algerien (60,00€) sowie Besorgungsgebühr durch den Visa Dienst (20,00€)
  • Trinkgelder (ca. 110,00 - 130,00€)
  • Ausgaben persönlicher Art
  • Evtl. neu erhobene Zuschläge der Fluggesellschaften.
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