Ruanda: Berggorillas vermehren sich wie gewünscht

Eine Berggorilla-Familie
Eine Berggorilla-Familie
Endlich einmal gute Nachrichten aus dem so vielfältigen wie bedrohten Reich der Tiere Afrikas. Die in Ruanda ansässigen Berggorillas, die dort und in Ugand und im Kongo ihren schwindenden Lebensraum finden, vermehren sich wie von den sie betreuenden Einrichtungen (und dem Rest der Welt) gewünscht. Das ist nicht selbstverständlich, denn neben den ständig wachsenden Einschränkungen ihres Lebensraumes müssen sie sich auch Wilderei erwehren. Oft mit Unterstützung der Ranger, die in den fraglichen Gebieten patrouillieren, doch dies ist nicht immer einfach. Zuletzt ereignete sich ein Überfall auf die Ranger, weshalb die Patrouillien vorerst ausgesetzt sind. Interessant ist für die Wilderer nicht das Fleisch der riesigen, bis zu 200kg schweren Affen, sondern als Trophäe. So galten beispielsweise ihre Pfoten als ein Insignium besonderer Macht. Die Babytiere der Berggorillas hingegen wurden oft geraubt, um sie in geheimen Privatzoos auszustellen. Alle diese Umtriebe konnten die zuständigen Behörden jedoch erfolgreich eindämmen, wenn auch noch nicht vollends beseitigen. Ein nicht unwichtiger Teil der Arbeit ist auch die Aufklärung der ebenfalls dort ansässigen menschlichen Bevölkerung, was recht erfolgreich gelang, so dass auch im Bewusstsein der Anwohner der Schutzbedarf der Berggorillas verankert werden konnte. Jene Familien der Berggorillas, welche wahrnehmen, dass ihr Schutz gewachsen ist — so vermutet man zumindest — vermehren sich dementsprechend auch häufiger als zuvor. Ein wahnsinnig wichtiger Erfolg für den Fortbestand der Art des Berggorillas, schließlich gibt es weltweit nur noch etwa 800 Exemplare dieser Tiere. Zuwachs ist dringend nötig, und wie es den Anschein hat, erfolgt dieser auch. Creative Commons License photo credit: Sara&Joachim
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