San Miguel de Luanda

Rechts ein Stück von San Miguel
Rechts ein Stück von San Miguel
In der Hauptstadt des lange Zeit portugiesisch besetzten Angolas, Luanda, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt die Festung Sao Miguel von Luanda. Sie liegt auf dem alten Berg von Sao Paulo, und befindet sich damit in der Nähe der Landbrücke zur Ilha do Cabo. 1576 ließ der erste Gouverneur Paulo Dias de Novais dieses Fort errichten. Die Portugiesen hatten hier ab 1575 gesiedelt, schnell wurde ihnen klar, dass dieser attraktive Platz im Süden Afrikas auch weitere Interessenten anziehen würde. Also musste eine Sicherung her, eine befestigte Anlage, welche in Form eines Polygons hier schließlich errichtet wurde. Nur einmal, von 1641 bis 1648 fiel es in andere Hände, in dem Fall in die Hände der Niederländer. Bei der Rückeroberung hatte die niederländische Westindien-Kompanie nicht genügend entgegenzusetzen, so dass die Festung Sao Miguel von Luanda schließlich übergeben wurde. Lange Zeit wurde sie als Symbol der kriegerischen Anwesenheit der Portugiesen hier vor Ort wahrgenommen. Denn auch der Sklavenhandel der Portugiesen verlief oft über und durch diese Festung. Im Landesinneren gemachte Gefangene wurden hier gesammelt und zum Weitertransport in der Festung gehalten. Dieses Symbol der portugiesischen Macht ist vollständig erhalten. Heute dient es als zentrales Museum der angolanischen Armee. Es ist erstens sehr gut, nämlich komplett erhalten und zweitens wird es vom angolanischen Kultur- und Verteidigungsministerium gepflegt. Trotz der relativen Bekanntheit von Luanda ist das Wahrzeichen, die Festung Sao Miguel de Luanda doch eher unbekannt. Dabei bringt ein Besuch in diesem Museum eine Menge aus der Historie der Stadt und im Endeffekt auch des gesamten Landes ans Tageslicht. Weshalb wir einen Besuch dieses Museums nur empfehlen können. Creative Commons License photo credit: Erik Cleves Kristensen
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