WM-Qualifikation in Afrika: Playoff-Hinspiele mit überraschenden Ergebnissen

Karim Haggui vom VfB Stuttgart will mit Tunesien zur WM
Karim Haggui vom VfB Stuttgart will mit Tunesien zur WM
Fast überall auf der Welt stehen die WM-Teilnehmer fest. Nur einige Nationen müssen noch in Playoffs eine letzte Hürde überwinden, so auch die zehn im Rennen verbliebenen afrikanischen Nationen. Die insgesamt fünf Hinspiele der afrikanischen Playoffs, die am Samstag begonnen hatten, sind absolviert. Dabei gab es ein einziges torloses Unentschieden in Tunesien zwischen den Hausherrn und dem Gast Kamerun. In allen anderen Partien fielen reichlich Tore und es kam zu teils äußerst überraschenden Ergebnissen. So manche afrikanische Nation wähnt sich nun schon mit mehr als einem Bein bei der WM in Brasilien, doch im Fußball ist bekanntlich immer Vieles möglich. Hier die Ergebnisse von Samstag bis Dienstag in der Übersicht:
  • 12. Oktober 2013 in Ouagadougou Burkina Faso – Algerien 3:2
  • 12. Oktober 2013 in Abidjan Elfenbeinküste – Senegal 3:1
  • 13. Oktober 2013 in Addis Abeba Äthiopien – Nigeria 1:2
  • 13. Oktober 2013 in Rades Tunesien – Kamerun 0:0
  • 15. Oktober 2013 in Kumasi Ghana – Ägypten 6:1
Im ersten Spiel ließ der Geheimfavorit dieser afrikanischen Qualifikationsrunde, Burkina Faso, seinen Gegner Algerien ganz schön schwitzen und schickte den Gast am Ende mit 3:2 Toren nach Hause und somit ins Rückspiel. Noch ist alles offen für Burkina Faso, das neben dem bereits als Gruppensieger qualifizierten Bosnien-Herzegowina ein weiterer Neuling bei der WM wäre. Leichte Vorteile gibt es angesichts der Auswärtstorregelung aber in diesen Playoffs für Gegner Algerien. Halbes Dutzend für Ghana gegen Ägypten Die Elfenbeinküste machte gegen den westafrikanischen Nachbarn Senegal relativ kurzen Prozess, das 3:1 in diesem Hinspiel ist eine gute Ausgangslage, um die dritte WM-Teilnahme in Folge für diesen so gebeutelten Staat sicherzustellen. Im Rückspiel müsste Senegal schon Einiges aufbieten, um diese Paarung noch zu drehen. Weniger überraschend gewann Nigeria sein Auswärtsspiel beim zweiten Team in diesen Playoffs, das noch nie an einer WM teilnahm. Äthiopien musste eine 1:2-Niederlage hinnehmen und sieht seine Felle davonschwimmen. Eine Qualifikation für Brasilien käme nach dieser Ausgangslage einem kleinen Wunder gleich. Die Playoff-Rückspiele laufen im November 2013 Torlos wie bereits erwähnt die Partie zwischen Tunesien und Kamerun — damit gute Chancen für Kamerun, wieder einmal bei einer WM vertreten zu sein. Tunesien reichte allerdings jedes Remis in Kamerun, das höher als 0:0 ausfällt, um sich an Kameruns Stelle direkt für die WM zu qualifizieren. Eine heikle Ausgangslage. In der letzten Partie dieser fünf Paarungen gab es einen Paukenschlag, der die Fußballwelt aufhorchen ließ. Nicht weniger als ein halbes Dutzend Tore schenkt Ghana seinem für deutlich stärker gehaltenen Gast Ägypten ein und ist nach dem 6:1 von Kumasi tatsächlich bereits mit mehr als nur einem Bein in Brasilien. Ägyptens Fußballfans tragen Trauer: Diesen Rückstand noch umzudrehen scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Somit haben Ghana, Nigeria und die Elfenbeinküste sehr gute Chancen, den Kontinent Afrika bei dieser WM zu vertreten, Kamerund und Burkina Faso immer noch gute Möglichkeiten. Alle anderen Teams müssten sich deutlich steigern, wenn es im Rückspiel noch mit der Qualifikation für Brasilien klappen soll. Spannund ist dennoch in den meisten Partien garantiert, wie man es vom afrikanischen Fußball kennt. Creative Commons License photo credit: kaddyyy
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