Zentralafrika: Wilderer schlachten Elefanten um Waffen zu finanzieren

Elfenbein weiter sehr begehrt
Elfenbein weiter sehr begehrt
Es geht nicht allein darum, sich persönlich zu bereichern, wenn Wilderer in Zentralafrika aktiv werden. Vielmehr haben viele von den Wilderern, die wieder und wieder Elefanten erledigen, höhere Ziele im Sinne. Den politischen, auch den bewaffneten Kampf. So müssen etliche Elefanten ihr Leben lassen, um mit dem auf diese Weise erräuberten Geld Waffen zu finanzieren. Eines der Probleme beim Kampf gegen die Wilderer ist der Umstand, dass diese oft enorm schwer bewaffnet sind. Letztens rückten 17 Wildererer mit mehreren schweren Maschinengewehren an. Da konnten die zwar tüchtigen, aber oft nicht so gut ausgerüsteten Park Ranger, die den Wildereren Einhalt gebieten sollen, nur die Flucht antreten. Im direkten Nahkampf hätten sie angesichst der Waffen der Wilderer keine Chance gehabt, sich durchzusetzen. Wieder mussten Elefanten also ihr Leben lassen. Bei einem Preis von 450 Euro pro Kilogramm Elefantenstoßzahn ist es nicht erstaunlich, dass die Elefanten viele Menschen mit sehr düsteren Motiven anlocken. Geht es in diesem Tempo weiter mit der Elefantenjagd, könnten schon in 50 Jahren die Elefanten in dieser Region Afrikas ausgestorben sein. Dass der Krieg in Libyen viele ehemalige Söldner einerseits arbeitslos, aber andererseits in den Besitz schwerster Waffen gebracht hat, bringt die gesamte Region in Unruhe, nicht nur politisch, sondern auch ganz konkret in der Frage der Wildererei und Ähnlichem. Allein in Gabun fielen in den letzten 10 Jahren 20.000 Elefanten den Wilderern zum Opfer. Eine alarmierende Zahl und obwohl sich viele Seiten der Problematik sehr bewusst sind, ist eine Lösung der Frage noch weit entfernt. Zur Zeit sind es noch zu viele Faktoren, die dort hereinwirken und von einzelnen Nationen kaum gesteuert werden können. Creative Commons License photo credit: storebukkebruse
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